Ehrenamtliche Helfer haben nach Scheunenbrand in Loburg alle Hände voll zu tun
Kampf gegen die Glutnester

Von Stephen Zechendorf
Volksstimme vom 07.08.2018

Schon am Mittwochmorgen, als das Feuer ausbrach, war den Feuerwehrleuten klar, dass die Glutnester so lange eine Gefahr darstellen würden, bis sämtliche Stroh und Heuballen auseinandergezogen sind und man die Nester komplett abgelöscht hat. Dieses Vorhaben zog sich über die folgenden Tage hin, berichtet der Ortswehrleiter von Loburg, Tino Lehmann. Denn es waren etliche Rundballen in dem Feldsteinbau eingelagert. Lange lag deswegen immer wieder der strenge Geruch von nassem, aber qualmendem Stroh über der Stadt Loburg.

In den ersten Tagen hatten die Kameraden der Freiwilligen Ortsfeuerwehr Loburg die nachträglichen Löscharbeiten übernommen. Am Sonnabend sprangen dann Kameraden der Ortsfeuerwehr Hobeck ein. Die Kräfte der Loburger Einsatztruppe ließen allmählich nach, außerdem hatte sich Loburg für die Teilnahme am "Lindenpokal" der Feuerwehr Tryppehna in Loburg angemeldet.

Auch nach dem Brand musste gelöscht werden.

Mit einer Schlauchleitung aus Flachspiegelbrunnen aus dem nahe gelegenen Gewerbeareal wurden die immer noch qualmenden Ballen abgelöscht, die ein Radlader Stück für Stück und nach und nach aus den Grundmauern hervorholte. Nicht selten erwachten neue züngelnde Flammen zu leben, wenn erst einmal Sauerstoff in die eingekapselten Glutnester gelang. Beiseite gezerrt hatten die Helfer da schon die beiden landwirtschaftlichen Fahrzeuge, die ebenfalls Opfer der Flammen geworden waren.

Teils noch auf der Schaufel des Radladers flammte das Feuer auf.

In den sozialen Medien wurden unmittelbar nach dem Brand Hilfeaufrufe veröffentlicht, in denen die Notwendigkeit von Futtermitteln, helfenden Händen und Statikern für einen eventuellen Neuaufbau betont wurde. Auch ein Spendenkonto wurde von der "Grünen Jugend Sachsen-Anhalt" eingerichtet. "Das Wichtigste sind aber zunächst die Aufräumarbeiten", sagte Betreiberin Dagmar Muschert am Sonnabend. Nach Möglichkeit wollen die Betreiber des Reiterhofes die Scheune wiederaufbauen: "Es hängt ja unsere Existenz mit daran", so Dagmar Muschert.

Derweil laufen weiterhin die polizeilichen Ermittlungen zur Brandursache. Die Polizei nimmt auch weiterhin Hinweise von Zeugen entgegen, die in den frühen Morgenstunden etwas Auffälliges bemerkt haben. Am Brandort vorgefundene Spuren lassen eine Brandstiftung durchaus möglich erscheinen.

Bei dem Scheunenbrand war nach Angaben der Polizei ein Sachschaden in Höhe von mindestens 100 000 Euro entstanden. Um das Feuer zu löschen, waren die Freiwilligen Ortsfeuerwehren aus Loburg, Möckern, Hobeck, Isterbies, Rosian und Schweinitz zum Einsatz gekommen.

Das von der "Grünen Jugend Sachsen-Anhalt" eröffnete Spendenkonto wurde unter dem Namen "Muschert Brand" bei der Sparkasse Jerichower Land eingerichtet unter IBAN: DE 98 8105 4000 1505 2202 34 Als Verwendungszweck ist "Spende Brand Pferdestall Muschert" anzugeben. Bei Bedarf einer Spendenbescheinigung sind Name und Anschrift des Spenders anzugeben.



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